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Konstruktionsbeschreibung


Spannweiten


Anders als die komplett geschlossene Stephenson Brückenkonstruktion, entwarf Lentze Spannweiten mit parallelen Gitterwänden. Solche Spannweiten erwiesen sich nicht nur leichter und sparsamer im Verbrauch von Materialien, aber auch weniger Wind ausgesetzt. Das Ausmaß jeder von ihnen war der gleiche, die Achsen-Säulen beliefen sich auf 130,88 m, Stütz-Säulen auf 128,60 m, und im Lichte der Löcher auf 121 m. Die Spannweiten der Brücke haben dichte parallele Gitterwände mit Balken und Kreuzteilen aus Flacheisen gemacht. Die oberen und unteren Gurte formen die sogenannte "Offenen Kammerprofile", bestehend aus horizontalen und vertikalen Winkeleisen und gewalzten Eisenplatten verbunden mit Nieten. Die Höhe der Tragebalken ist 8,68 m und ihre gegenseitige Entfernung ist 6,43 m. Die beiden Hauptträger verbinden von unten die Gittertrageteile und tragen das Gewicht der Fahrbahn mit der operativen Belastung. Zur Verstärkung der Konstruktion der Brücke dienen drei horizontale „Windträger“, eins in der unteren und zwei in der oberen Flansch. Das Podium der Brücke wurde aus Holzbalken und Brettern gebaut. Der Raum zwischen den Tragebalken erlaubt auf der Brücke die Anordnung nur einer Strecke in der Achse der Brücke. Auf beiden Seiten waren schmale Fahrbahnen für den Rad-Verkehr. Da die Brücke sehr schmal war während des Zugverkehrs, musste das Rad-Verkehr ausgesetzt werden. Für die Fußgänger wurden Fußwege gebaut,mit einer Breite von 0,94 m, die sich Außen an der Gitterwand der Brücke befanden.

 

Brückenköpfe und Einfahrtstore

 

Den monumentalen Charakter der Brücke betonten die Brückenköpfe hergestellt aus Ziegeln, gekrönt mit leistungsstarken Einfahrtportalen mit rechteckigen Türmen die um 12,5 m höher waren als die Hauptträger der Brückenkonstruktion. In den Türmen befanden sich Wachräume. Auf den Portalen hat man große Reliefs mit einer Breite von 7 m und einer Höhe von 4 m platziert. Das Relief auf dem Westportal ( Dirschauer Seite) wurde von dem Bildhauer Gustav Blaser im Jahre 1860 gemacht, es darstellte eine fiktive Szene der Öffnung der neuerbauten Brücke durch Kaiser Friedrich Wilhelm IV, die Inschrift darauf lautete: „Unter der Herrschaft von Friedrich Wilhelm IV, 27 Juli 1851 begonnen und 12 Oktober 1857 für den Verkehr geöffnet „. Das Relief auf dem Ostportal (Liessauer Seite ) wurde von dem Bildhauer Hermann Schievelbein im jahre 1859 entworfen, es zeigt gefangene und konventierte Litauer durch den Meister des Deutschen Ordens Winrich von Kniprode . Mit einer Inschrift unter dem Bild : „Erinnerung an Tage der größten Entfaltung des Deutschen Ordens in Preußen während der Herrschaft von Winrich von Kniprode „.Beide Reliefs wurden 1929 von der polnischen Behörden entfernt .  


Türme


Die Pfeiler der Brücke wurden mit zehn Türmen gekrönt (zwei auf jeder Säule) im Neogotischen Baustil, der mit der Architektur des Schlosses in Marienburg verbunden wird. Die Rolle der Türme ist nicht trotz des Scheines nur zur Dekoration begrenzt, sie schützten die Spannweiten vor den Querverschiebungen. Bis heute überlebten nur vier der zehn Türme, zwei wurden bei der Sprengung 1939 durch die polnische Armee zerstört und vier 1948 abgebaut.

 

Charakteristik der bestehenden Brückenkonstruktion

 

Die aktuelle Tragkonstruktion der Brücke bilden 12 Spannweiten mit 5 verschiedenen Bauformen.

1.  Spannweite Nr. 1 ist die freie unterstützte Balkenkonstruktion, gebaut 1961. Das Ausmaß ist 18,50 m, die Breite der Fahrbahn 8,90 m und der nutzbaren Gehwegen 2,50 m. Die Tragkonstruktion bilden 4 Stahl-Hauptträger mit einer Stahlbetonplatte des Gerüsts.

2.  Spannweiten Nr. 2 und 3 ist die Englische Konstruktion der zusammengesetzten militärischen Brücke des Typs „ESTB“ mit der unteren fahrt, welche sich ursprünglich auf dem angrenzenden Eisenbahnbrücke befand. Die Hauptträger sind mit Schrauben zusammen gesetzte Flacheisengitter in Form eines „X“. Das Gerüst bilden Stahl-Querträger und Längsträger, auf denen die vorgefertigten Stahlbetonplatten liegen. Das Ausmaß der beiden Spannweiten beträgt 125,27 und 126,79 m und die Längen Zone 1,905 m. Die Breite der Fahrbahn ist nur 3,50 m und des nutzbaren Gehwegs 1,20 m. 1998 hat man eine begrenzte Stahlprüfung durchgeführt, aus denen die „ESTB“ Spannweiten gebaut sind. Auf Grundlage der Chemischen Analysen, Festigkeitsprüfungen von den entnommenen Proben wurde festgestellt, das es sich um ein Kohlenstoffstahl der einfachen Qualität handelt.

3.  Spannweiten Nr. 4, 5 und 6 ist die 1857 gebaute und original erhaltene Lentz Konstruktion. Spannweiten Nr. 4 und 5 bilden eine kontinuierliche Form, die Spannweite Nr. 6 besitzt lediglich eine Konsole von der alten zerstörten Spannweite Nr. 7. Die oberen und unteren Bänder der Hauptträger bilden die sogenannten „Offenen Kammerprofile“ zusammengesetzt aus senkrechten und waagerechten Blechen, die durch Winkeln und Nieten verbunden sind. Der Raum zwischen den Streifen ist ein Gitter aus sich gegenseitig kreuzenden Flacheisen in variablem Abstand (konzentriert auf den Auflagern) und zusätzlich verstärkten, senkrechten Stahlelementen (versteifenden Pfosten und Rippen). Die Hauptträger sind im unteren Teil durch Gitter-Querträger verbunden auf denen ein Holzdeck ruht. In der Ebene des unteren Bandes befindet sich eine waagerechte, gitterförmige Windkonzentration des Typs „X“ Die Konstruktion der oberen Trägern ist ein Rahmen bestehend aus Gitterstäben, senkrechten Blenden und zwei waagerechten, gitterförmigen Windkonzentration des Typs „X“. 1997 hat man an der Universität Kaiserslautern und in der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt in Saarbrücken, detaillierte Untersuchungen von mechanischen und chemischen Eigenschaften der Stahlbrücke an den gesammelten Proben aus der Spannweitenhalterung Nr. 6 durchgeführt. Die Chemischen Analysen und Festigkeit -untersuchungen zeigten dass der verwendete Stahl, eine geschichtete Struktur aufweist mit unterschiedlichen Festigkeitseigenschaften in der Orthogonalen und Parallelen Walzrichtung.

4.  Spannweiten Nr. 7 bis 9 sind freistehende Gitter mit der oberen fahrt, erbaut in den Jahren 1946 – 1947. Die Hauptträger sind aus genieteten Gittern mit parallel verlaufenden Streifen des Typs „W“ mit den Spannweiten ausmaß von 3 x 39,50 m. Auf den oberen Bändern und der mittleren, senkrechten

Längsmittelebene der Gitterkonzentration ruht ein Holzdeck. Die Fahrbahnbreite ist 5,30 m und die Breite von Gehwegen beträgt 0,90 m.

5.  Spannweiten Nr. 10 bis 12 sind aus dem Jahr 1912, es sind freistehende, genietete Gitterkonstruktionen mit den parallelen Bändern mit der unteren fahrt. Der Ausmaß der Spannweiten beträgt 3 x 81,60 m. In der Ebene des unteren Bandes, befindet sich ein Deck bestehend aus vernieteten Blech-Querträgern und gefalteten Längsträgern. Auf dem Rost der Fahrbahn sind Profile angeordnet die einen Deck bilden.

Die Fahrbahnbreite ist 6,05 m und die Breite von Gehwegen beträgt 1,40 m.